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Bindemittel ist der nicht flüchtige Anteil eines Beschichtungsstoffes ohne Pigment und Füllstoff, aber einschließlich Weichmacher, Trockenstoffe und anderen nicht flüchtigen Hilfsstoffen. Das Bindemittel verbindet die Pigmentteilchen untereinander mit dem Untergrund und bildet so mit ihm gemeinsam die fertige Beschichtung. In pigment- und füllstofffreien Beschichtungsstoffen umfasst das Bindemittel alle nicht flüchtigen Bestandteile.

Wasserverdünnbare Dispersionslackfarben und wasserverdünnbare Lasuren auf Fenster und Außentüren aus Holz dürfen nach Durchtrocknung im Falzbereich nicht zum Verkleben neigen. Das unerwünschte Haften zwischen beschichteten Oberflächen, wenn diese nach der vorgeschriebenen Trocknungszeit Kontakt miteinander haben, nennt man blocken. Zur Vermeidung muss die Blockfestigkeit vom Werkstoffhersteller zugesichert sein und die Fensterflügel dürfen erst nach klebfreier Trocknung geschlossen werden.

Kalkputze, die eine carbonatische Bindung aufweisen, also Putze der Putzmörtelgruppen P I a und P I b dürfen nur mit Anstrichsystemen gestrichen werden, die eine hohe Durchlässigkeit für Kohlendioxid (CO2) aufweisen. Diese Kalkputze sind nur dann beständig, wenn in ausreichendem Maße kohlendioxidhaltige Außenluft ein- und austreten kann. Kalkputze benötigen das Kohlendioxid der Luft zur Nachhärtung. Dieser Vorgang findet in reinen Kalkputzen ständig statt und ist erforderlich, damit diese dauerhaft bleiben. Wenn die ständige Kohlendioxidzufuhr aus der Luft zu Kalkputzen nicht mehr möglich ist, versanden diese Putze und sie verlieren an Festigkeit.